SONETT  HANDSEIFE  ÉPURE

Die Duftmischung der neuen SONETT HANDSEIFE ÉPURE wurde kreiert von Christophe Perret-Gentil. Christophe Perret-Gentil ist der Gründer der HERBORISTERIE ARIES, die ihren Sitz in der französischen Schweiz hat und hochwertigste Kräutertees und ätherische Ölmischungen herstellt.

Zum Hintergrund der Duftmischung ÉPURE

schreibt Christophe Perret-Gentil:

Ja, die Formensprache der Pflanzenwelt ist etwas Großartiges und Mysteriöses. Die Erforschung benötigt eine besondere Affinität (organe de perception suprasensible), die sich mit der Erfahrung entwickelt. Seit über 40 Jahre bin ich ein eifriger Naturbeobachter und die ganze Geschichte mit den Planeten hat eigentlich im Januar 1978 begonnen, bei meinem Praktikum bei Wawrinka’s, biol-dyn. Landwirt, in St.Barthélémy.

Im Frühling 1979 wurde dann Ariès gegründet, Jahre vergingen und erst als ich „sicher“ war, dass es die Pflanzen selbst seien, die mir ihre planetarische Zuwendung mitteilten, kreierte ich die sieben Planeten-Tees, von Mond bis Venus.

Im Frühling 1994 machte ich mit an einer Tagung der Gemeinschaft Fischermühle in Rosenfeld mit einem Vortrag über  Pflanzen und Planeten. Das war für mich wie eine Einweihung. Als ich dann einige Jahre später das Buch von Frits. H. Julius „Metamorphose“ las und  Henning Schramm und sein Werk „Märchen und Heilmittel“ entdeckte, wuchs in mir ein neuer Impuls, das Heilmittelbild der Pflanzen noch intimer zu erforschen.

Die Formensprache der Planeten

Mond & Sonne

An erster Stelle stehen die beiden „luminaires“  Mond (Mutter/Gaïa) und Sonne (Vater/Himmel).

Die Mond-Kraft möchte die Pflanze, nachdem sie sie zum Keimen gebracht hat, bei der Erde bewahren, damit sie sich so breit als möglich ausdehnen kann. Der Mond sorgt für die peripherische Kraft, und auch für das Substanzielle. Zeigen was man hat und wie weit man ist, sich vermehren, unbedingt, aber ohne Wandlung, nach dem gegebenen, einmal für immer erkannten Muster.

Wäre nur die Mond-Kraft tätig, würden die Pflanzen nie in die Höhe wachsen.

Die Sonnen-Kraft. Hier ist der Organisator am Werk. Die Pflanze soll so schnell als möglich empor wachsen, Richtung Himmel, ohne drum und dran. Senkrechte und Reife sind die beiden Mottos. Sonne ist das Bildungsprinzip der einjährigen Pflanzen. In diesem Sinne ist sie für das Gerüst der Pflanze verantwortlich und herrscht über die untersonnigen Planeten, Merkur und Venus.

Wäre nur die Sonnen-Kraft tätig, würden die Pflanzen nur entlang ihrem Stängel wachsen und schnell zum Reifen gelangen, wie die Gräser.

Untersonnige Planeten – Merkur und Venus

Merkur ist der Gaukler im Pflanzenreich. Er bringt die Fantasie und immer neue Gedanken in die Diskussion. Beispiele, Anekdoten, Humor, Vermittlung. Das zeigt sich bei den Pflanzen in den mannigfaltigsten Wachstumskräften. Zum Merkur gehört das immer lebendig, kreativ und grün bleiben, auch wenn die Jahreszeit schon längst vorbei ist.

Wäre nur Merkur im Spiel, hätten wir ein „chrusimusi“ von Wachstumsformen, wie die sich ineinander webenden Schling/und Saft-Pflanzen.

Venus sorgt für eine warme, gute, farbenreiche und heitere Atmosphäre. Sie schenkt Beachtung und Einfühlungsvermögen. Wie Merkur sorgt sie für Fantasie, aber nicht im Wachstum, sondern im Blühen. Sie ist es, die die wunderbaren alpinen Polster-Pflanzen entfalten lässt. Alles was die Blütenform variieren kann interessiert Venus, man denke nur an die Primel, den Enzian, die Glockenblumen oder die Orchideen.

Wäre nur Venus tätig, wäre die Pflanzenwelt ein eigenartiges, kummerloses Gemälde.

C.- Obersonnige Planeten – Mars, Jupiter und Saturn

Da wird unsere Lektüre der Formensprache schon schwieriger, weil diese Planeten nicht mehr direkt auf die Pflanzen wirken, sondern über den Boden, das mineralische Gerüst. Nun wird bewiesen, wie sich die Pflanze in Raum und Zeit verwirklichen kann, und auch welche Heilkräfte sie fähig ist zu entwickeln.

Mars schafft neue Ideen, Vorschläge und Gedanken. Er will sich durchsetzen, sucht die Konfrontation. Er beansprucht Raum und sorgt bei der Pflanze für die Verholzung, die Ausdauer und Kraft. Auch Dornen und Stachel sind seine Spezialität. In umgewühlten Böden (Pionierboden)  setzt er sich besonders gewaltig durch und kann richtige kleine „chaotische“ Landschaften bilden mit Mohnblumen, Natternkopf, Distelarten, Königskerzen und wildem, durcheinander wachsendem Gebüsch.

Wäre nur Mars tätig in der Pflanzenwelt, so hätten wir eine undurchdringliche, wilde Sträucher-Landschaft.

Jupiter sorgt für Synthese, Struktur, Zusammenfassung. Hauptpunkte, Zusammenhänge von Ursachen und Wirkungen aufzeigen sind seine Spezialität. Ohne Jupiter könnten wir gar keine Heilkraft, keine Wirkstoffe oder Wirkungsprinzipen finden in den Pflanzen, sie wären sozusagen „leer“.

Wäre nur Jupiter anwesend, hätten wir sicher überall nur kugelrunde Bäume.

Saturn Hier wird der Lebensstoff abgesondert. Die Verholzung geht über in die Versteinerung, in die mineralische Welt. Das Ziel, bzw. die Finalität ist nun angesteuert und im Auge zu behalten. Kontinuität und Ausdauer stehen im Vordergrund. Alles ist still geworden.

Wäre nur Saturn tätig, so hätten wir es zu tun mit nadelartigen Pflanzen oder verholzten Zwergpflanzen, die schon ganz früh „alt“ aussehen.

Die Wahl der sieben ätherischen Öle in der Mischung „EPURE“

Wie schon erwähnt, handelt es sich hier um eine Seelenreise durch eine Planetenleiter, von Saturn bis zum Mond, auf den Spuren des vorgeburtlichen Ichs. Den seelischen Hintergrund bilden die sieben ausgewählten Märchen von Henning Schramm.

Saturn  -  Berg-Bohnenkraut

Eine Zwergstaude mit zugespitzten, stachligartigen Blättern, im Spätsommer blühend, reich an Phenol (Karvacrol), den Boden anzeigend – das Ziel (die Inkarnation).

Jupiter -  Himalaya-Rhododendron

Dieser Bergstrauch, den Heidekraut-Gewächsen (Kernpunkt Himalaya) zugehörend, wächst auf den Hängen der Kronen der Welt. Eine ausgeprägte Jupiter-Pflanze mit einem hohen Gehalt an Monoterpenen (sorgt für innere Freiheit).

Mars  -  Pfeffer

Eine typische Mars/Merkur Schlingpflanze, die aus ihrem Bereich entflieht und sich an grössere Pflanzen, als sie selbst ist (Baum-Stämme) haftet. Die schwarze Farbe und der scharfe Geschmack deuten auf den Mars-Charakter. Die Sesquiterpene sorgen für Echtheit und innere Werte.

Sonne -  Grüne Minze

Ein Mars-Sonnen Gewächs der Familie der Lippenblütler. Pfefferminze (siehe oben) wäre eher Mars geprägt, aber die grüne Minze ist lichthafter, mild, mit einem ausgewogenen Charakter, der durch die Ketone (I-Carvone) noch unterstützt wird. Geradheit, Bestimmtheit, Selbst-Kontrolle. Sicherheit und Frohmut bestimmen ihren Charakter.

Venus -  MuskatellersalbeiEine ausgeprägte, wunderschön duftende Pflanze mit pastellfarbenen Blüten, sorgt für Stimmungsaufhellung, Klarheit, Inspiration. „Sclarea“  stammt von „clarus“ = klar. Sie findet das Gleichgewicht zwischen Anregung und Entspannung. Da ist der Mond/Venus Charakter kaum abzustreiten. Hoher Ester-Anteil (bis zu 75% Linalyl-Azetat). Sorgt für Vertrauen und Harmonie.

Merkur  -  Koriander

Robustes, einjähriges Kraut von 30 bis 90 cm Höhe. Er hat zarte, leuchtend grüne Blätter und Dolden mit sehr zierlichen, weissen Blüten. Die kleinen, runden Früchte sind erst grün und werden im Verlauf des Reifungsprozesses braun. Die Pflanze wird seit über 3.000 Jahren angebaut. Man glaubte, die Samen (die die Form des Erdballs nachahmen) würden das Geheimnis des Glücks enthalten. Sie gelten traditionell als Schutz- und Unsterblichkeitsboten und vermitteln ein Gefühl von Geborgenheit, Frieden und erdhafter Beständigkeit. Damit gekoppelt sind jedoch Spontaneität und Leidenschaft, so dass Stabilität und Fröhlichkeit zusammenkommen. Also typisch für Merkur-Charaktere, die mit Routine und Vorhersagbarkeit schlecht zurechtkommen. Im Wirkungsprinzip ausgewogen mit bis 60% Linalool (Lebensfreude) und 30% Monoterpenen, (Stabilität)

Mond  -  Lavandin

Lavendel „lavare“ = das Waschen. Eindeutig brauchte es den Lavendel in der Épure - Formel! Und zwar unter der Form vom Lavandin, eine ursprünglich natürliche Kreuzung (über die Biene) zwischen Echt-Lavendel und Speik-Lavendel. Hier ist der Mond-Charakter in der Formensprache nicht auf den ersten Blick entscheidend. Es ist ein Zusammenspiel zwischen Mond, Merkur und Venus. Aber das gefällt uns ja eben, weil es die drei letzten Tritte sind von unserer Himmelsleiter bis zum menschlichen Schicksal. Mondcharakter dominiert aber doch in der tiefblauen Farbe, die im Hochsommer wie das erfrischende Meer ins Hinterland hinein bringt. Und auch der erfrischende, träumerische Duft, der sich mit der anmutigen Seele zu verbinden weiß, sorgt dafür, dass das individuelle Selbst sich ganz ausdrücken und vervollkommnen kann. In der Komposition des Öls, eine ausgewogene Harmonie zwischen Linalol (40%), Oxyde/Ketonen (Verstand und Realisation) (20%) und Ester (linalyl-Azetat) ca. 30%.

Bioley, den 06.07.2006